erke Austrian Open
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Herren-Einzel |
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Mittwoch, 29.Oktober - Donnerstag, 30.Oktober - Freitag, 31.Oktober Samstag, 1.November - Sonntag, 2.November
Während im Messezentrum Salzburg die Vorbereitungen auf die am Mittwoch beginnenden ERKE Austrian Open in die Zielgerade einbogen, gab Österreichs Tischtennis-Superstar Werner Schlager gemeinsam mit Robert Gardos, Daniel Habesohn, Liu Jia, Li Qiangbing und Martina Petzner sowie Mitgliedern des deutschen Nationalteams am Dienstag am Salzburg Airport eine Pressekonferenz, in der er über seine Erwartungen bei dem mit 152.000 Dollar dotierten ITTF-Pro-Tour-Turnier Auskunft gab.
"Die Saison war lange und hart, aber ich werde speziell bei meinem Heimturnier in Salzburg noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um mein bestes Tischtennis zu zeigen", sagte der dreifache EM-Medaillen-Gewinner von St. Petersburg, der bereits am Mittwoch in der Auftaktrunde des Teambewerbes (12.30 Uhr) gemeinsam mit Gardos und Chen Weixing im Einsatz sein wird. Im Falle eines Sieges steht für das ÖTTV-Trio am Abend ab 20.15 Uhr auch noch das Viertelfinale in der Mannschaft auf dem Programm.
Im Teambewerb könnte es zur EM-Revanche zwischen Österreich und Deutschland kommen. Bei der EM endete dieses Duell nach einem hoch dramatischen Verlauf mit dem Cordoba-Resultat von 3:2 - diesmal allerdings für die Deutschen. "Wer glaubt, dass es im Tischtennis eine große Rivalität zwischen Österreich und Deutschland gibt, der irrt. Wir verstehen uns sehr gut und respektieren einander. Timo Boll und ich sind sehr gute Freunde. Ich muss anerkennen, dass er einer der ganz Großen ist, gegen den es sehr schwer ist, zu gewinnen", so Schlager, dem dieses Kunststück zuletzt beim EM-Teambewerb in St. Petersburg gelungen ist. In der Mannschaft werden die Deutschen jedoch ohne Boll und Dimitrij Ovtcharov antreten. Das Duo konzentriert sich bei den ERKE Austrian Open auf das Einzel.
Auftaktniederlage gegen Russland
Bereits im ersten Spiel des Mannschaftsbewerbes bei den ERKE Austrian Open setzte es für Österreichs Damen-Equippe eine 1:3-Niederlage. Liu Jia brachte ihr Team gegen Russalnd zwar in Führung, ihr hauchdünnes 3:2 (4,-7,-8,3,10) gegen Elena Troshneva sollte aber der einzige zählbare Erfolg bleiben.
Anschließend konnten sowohl Li Qiangbing gegen Yulia Prokhorova als auch das Doppel Liu Jia/Martina Petzner den ersten Satz gewinnen, am Ende stand jedoch jeweils ein 1:3 zu Buche. Beim Stand von 1:2 mußte Martina Petzner gegen Elena Troshneva an die Platte, und lange Zeit sah es nach einer Überraschung durch die Österreicherin aus. Mit 13:11 und 11:9 gingen die Sätze eins und zwei an die gebürtige Steirerin im Diensten von Linz AG Froschberg, dann übernahm die in der Weltrangliste 150 Plätze vor Petzner liegende Russin aber immer mehr das Kommando und konnte durch drei Satzgewinne in Folge doch noch den überraschenden 3:1-Gesamtsieg fixieren.
Damen-Coach Liu Yan Jun nach dem Spiel :" Die Russinnen sind eine junge, kampfstarke Truppe. Für uns war der Druck zu Hause zu groß, dadurch haben wir zu passiv gespielt. Wir werden trotz schlechter Auslosung versuchen, alles im Einzel wieder gutzumachen."
Liu Jia - Elena Troshneva 3:2 (4,-7,-8,3,10)
Herren ohne Probleme ins Viertelfinale
3:0 gegen Frankreich - mit diesem Ergebnis startete Österreichs Herrenteam in den Mannschaftsbewerb der ERKE Austrian Open in Salzburg. Werner Schlager legte in gewohnter Manier vor, nach verlorenem ersten Satz und 7:9-Rückstand in Durchgang zwei sorgte er gegen Loic Bobillier am Ende mit 3:1 (-8,9,8,8) für die rot-weiß-rote Führung. In dieser Tonart ging es auch weiter, Chen Weixing zeigte sich gegen Emmanuel Lebesson von seiner besten Seite und stellte ebenfalls in vier Sätzen auf 2:0. Lebesson, der sich bei der EM in St.Petersburg im Teambewerb immerhin zwei Matchbälle gegen Timo Boll erspielte, hatte mit dem variantenreichen Spiel des Austrochinesen über weite Strecken große Probleme und fand kein geeignetes Mittel gegen den Angriffs- und Verteidigungsmix von Chen Weixing.
Für den Schlußpunkt sorgte das Doppel Robert Gardos/Chen Weixing, das gegen Bobillier/Mattenet in drei knappen Sätzen 3:0 (9,9,10) siegreich blieb.
Spanienlegionär Gardos sah in Chen Weixing den Schlüssel zum Erfolg :" Das war eine schwere Partie, viel härter als das klare Ergebnis von 3:0 aussagt. Die Franzosen sind eine junge, aggressive Mannschaft. Sie haben bei der EM bewiesen, daß sie sehr stark sind. Aber das Spiel von Chen ist gegen die jungen Spieler eine echte Waffe, und diese Waffe haben wir heute perfekt eingesetzt."
Werner Schlager - Loic Bobillier 3:1 (-8,9,8,8)
Schlager & Co. besiegen Deutschland - Knappes 3:2 nach 2:0-Führung
Österreichs TT-Herren gelang nach einem dreistündigen Marathon bis knapp vor Mitternacht die Revanche für die Niederlage im EM-Semi-Finale von St.Petersburg. Dabei sah es über weite Strecken nach einem klaren Sieg für unser Team aus, nach einem 3:2 von Schlager gegen Bastian Steger und einem Fünfsatzerfolg von Robert Gardos über Patrick Baum deutete alles auf einen schnelles Ende hin.
Doch die Deutschen bewiesen einmal mehr ihren unbändigen Kampfgeist und hielten sich vorerst durch ein 3:1 von Baum/Hielscher im Doppel gegen Gardos/Chen im Spiel. Anschließend ging Werner Schlager gegen Lars Hielscher als klarer Favorit in Partie, konnte dieser Rolle aber leider nicht gerecht werden. Hielscher agierte überaus aggressiv und nahm unglaublich viel Risiko - und wurde dafür belohnt. Mit einem unerwarteten 3:0 (11,6,10) stellte er den 2:2-Ausgleich her.
Damit ging es doch noch ins Entscheidungsspiel, Defensivkünstler Chen Weixing traf auf Bastian Steger, den er zuletzt in der Championsleague knapp bezwingen konnte. Und auch diesmal zeigte der Austrochinese einen perfekten Mix aus variantenreichen Verteidigungsschlägen und gefährlichem Topspinangriff und konnte den Deutschen damit in seinem Spielfluss stören. Mit 3:0 (9,8,7) sicherte seinem Team am Ende doch noch den verdienten Gesamtsieg und den Aufstieg ins Semifinale. Hier geht es am Freitag ab 19.30 Uhr gegen Russland. Im zweiten Semifinale treffen Japan und Taiwan aufeinander.
Österreich - Deutschland 3:2 Werner Schlager - Bastian Steger 3:2 (-9,8,-9,7,7) Robert Gardos - Patrick Baum 3:2 (10,-5,10,-13,1) R.Gardos/Chen Weixing - P.Baum/L.Hielscher 1:3 (-9,3,-13,-6) Werner Schlager - Lars Hielscher 0:3 (-11,-6,-10) Chen Weixing - Bastian Steger 3:0 (9,8,7)
Durchaus erfolgreich verliefen für die ÖTTV-Herren die Vorrundenspiele bei den ERKE Austrian Open in Salzburg. Mit Daniel Habesohn, Bernhard Presslmayer und Feng Xiaoquan schafften drei von fünf Österreichern den Sprung in die erste Hauptrunde des mit 152.000 Dollar dotierten ITTF-Pro-Tour-Turniers. Souverän agierte Daniel Habesohn, der 22-jährige Wiener blieb ohne Niederlage und kam als Gruppensieger ungefährdet weiter. Presslmayer und Feng mussten zwar eine Niederlage einstecken, schafften als Gruppenzweite aber ebenfalls den Aufstieg. Unglücklich das Aus von Stefan Fegerl, der mit dem gleichen Spielverhältnis wie der Gruppensieger nur aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses auf der Strecke blieb. Für den Salzburger Michael Pichler kam ebenfalls in der Vorrunde das Aus.
Bei der im Anschluss an die Qualifikation vorgenommenen Auslosung für den Hauptbewerb (Freitag ab 13.00 Uhr) wurde Bernhard Presslmayer der dreifache Europameister von St. Petersburg und Turnierfavorit Timo Boll (GER) zugelost. Lösbare Aufgaben erhielt das ÖTTV-Trio Werner Schlager, Robert Gardos und Chen Weixing. Während der als Nummer vier gesetzte Schlager zum Auftakt auf den Tschechen Antonin Gavlas trifft, bekommt es Gardos (Nummer 10) mit Peter Musko ebenso mit einem Ungarn zu tun wie Chen (Nummer 7) mit Daniel Zwickl.
Der in der Qualifikation souverän agierende Daniel Habesohn spielt gegen den Italiener Mihai Bobocica und würde im Falle eines Sieges in der zweiten Runde voraussichtlich den als Nummer zwei gesetzten Chuan Chih-Yuan aus Taiwan fordern. Der sechste Österreicher im Hauptbewerb, Feng Xiaoquan, hat den Russen Alexei Smirnov als Auftakt-Gegner gezogen.
Kurios hingegen die Situation bei den Damen. Nach dem Fernbleiben etlicher zunächst gemeldeter Spielerinnen wurde das Teilnehmerfeld dermaßen reduziert, dass alle Spielerinnen aus der Qualifikation in die erste Hauptrunde aufsteigen. Neben den gesetzten Österreicherinnen Liu Jia (Nummer 2) und Li Qiangbing (Nummer 10) kamen daher mit Martina Petzner, Melanie Luginger, Monika Juric, Karina Kovacs und Claudia Schatzer alle fünf österreichischen Qualifikantinnen weiter.
Schlager, Gardos und Habesohn in Runde zwei der ERKE Austrian Open
Ohne ernsthafte Probleme meisterten Werner Schlager und Robert Gardos die erste Hauptrunde bei den ERKE Austrian Open im Messenzentrum Salzburg. Schlager blieb beim 4:0 über den Tschechen Antonin Gavlas ohne Satzverlust, Gardos gab beim 4:1 gegen den Ungarn Peter Musko lediglich den dritten Durchgang ab. Für eine positive Überraschung sorgte der Qualifikant Daniel Habesohn, der sich gegen Italiens Mihai Bobocica mit 4:2 durchsetzte. Zur Belohnung geht es für den Wiener nun gegen den als Nummer zwei gesetzten Taiwanesen Chuan Chih-Yuan, die aktuelle Nummer 15 der Welt.
Erwartungsgemäß auf verlorenem Posten stand Feng Xiaoquan gegen den als Nummer neun gesetzten Russen Alexei Smirnov. Nach verlorenem ersten Satz schaltete Smirnov einen Gang höher und behielt am Ende mit 4:1 die Oberhand. Ebenfalls ohne Chance war Bernhard Presslmayer, der mit dem topgesetzten Deutschen Timo Boll allerdings einen mehr als übermächtigen Gegner vorgesetzt bekam und mit 0:4 verlor.
Österreichs Defensivspezialist Chen Weixing ging in seinem Erstrundenspiel gegen Daniel Zwickl aus Ungarn zwar als 4:1-Sieger von der Platte, wurde unmittelbar danach aber wegen eines nicht regelkonformen Schlägers disqualifiziert. Nachdem sein Originalschläger die Kontrolle vor dem Match nicht bestanden hatte, durfte Chen vorerst mit einem Ersatzschläger antreten, dieser wurde jedoch nach dem Spiel ebenfalls kontrolliert. Auch bei diesem Schläger wurde die erlaubte Belagsdicke von 4 Millimetern geringfügig überschritten, was die Disqualifikation für den Einzelbewerb zur Folge hatte. Im Halbfinale des Teambewerbs heute Abend gegen Russland (19.30 Uhr) ist er jedoch startberechtigt.
"Ich bin ratlos. Ich habe meine Beläge direkt von meinem Ausrüster bekommen und sie im Originalzustand verwendet. Ich kann mir nicht erklären, warum sie zu dick sind.", war der Austro-Chinese von der Disqualifikation überrascht.
Österreichs junge Garde war in der ersten Runde der Damen gegen durchwegs renommierte Gegnerinnen erwartungsgemäß überfordert und blieb ohne Matchgewinn. Lediglich Teamspielerin Martina Petzner konnte gegen die Ungarin Georgina Pota beim 2:4 einigermaßen mithalten. Für Karina Kovacs, Claudia Schätzer, Melanie Luginger und Monika Juric setzte es hingegen durchwegs Viersatz-Niederlagen. Liu Jia und Li Qiangbing zogen zum Auftakt ein Freilos und steigen daher erst heute Nachmittag in der zweiten Runde ein.
Zwei Österreicher-Duelle im Achtelfinale der ERKE Austrian Open
Mit Werner Schlager und Robert Gardos treffen Österreichers Nummer eins und zwei im morgigen Achtelfinale der ERKE Austrian Open aufeinander. Schlager setzte sich in der zweiten Runde trotz einer leichten Oberarmverletzung gegen Peter Fazekas aus Ungarn mit 4:1 (-13,7,5,11,9) duch, Gardos behielt gegen den Tschechen Tomas Konecny ebenfalls in fünf Sätzen die Oberhand.
Werner Schlager nach seinem Zweitrundenspiel :"Heute vormittag beim Training wurde meine Oberarmverletzung von St.Petersburg wieder akut. Zu Beginn des Matches gegen Fazekas hatte ich noch Schmerzen, aber mit Fortdauer des Spieles wurde es besser. Zum Glück konnte ich viele direkte Punkte mit dem Service gewinnen, das machte es etwas leichter."
Auf das morgige Österreicherduell angesprochen : "Wir kennen uns natürlich sehr gut, die Chancen stehen 50:50. Beim unserem letzten Duell bei den Austria TOP-12 hatte Gardos die Nase vorne. Durch meine leichte Oberarmverletzung gehe ich sicher nicht als Favorit ins Spiel."
Das Aus kam hingegen für den dritten Österreicher im Bunde, Daniel Habesohn. Nach seinem Erstrundenerfolg gegen den Italiener Bobocica mußte er in seinem zweiten Spiel die Überlegenheit des als Nummer zwei gesetzten Chuan Chih-Yuan anerkennen. Der Weltranglisten-15. Taiwanese diktierte das Spiel von Beginn an und gewann sicher mit 4:0.
Österreichs Damen ebenfalls gegeneinader
Nach einem Freilos zu Beginn griffen Liu Jia und Li Qiangbing heute nachmittag in der zweiten Runde ins Geschehen ein. Liu Jia setzte sich gegen Kristin Silbereisen in fünf Sätzen mit 4:1 durch, wobei sie in den ersten beiden Sätzen insgesamt sieben Satzbälle der Deutschen abwehren konnte. Ohne Satzverlust blieb Li Qiangbing, die gegen die für Irland startende Liu Na klar mit 4:0 (4,8,8,9) die Oberhand behielt. Wie bei den Herren kommt es nun auch bei den Damen bereits im Achtelfinale zum direkten Duell der beiden Vereinskolleginnen von Linz AG Froschberg.
HERREN, 1. Runde : Werner Schlager (AUT/4) - Antonin Gavlas (CZE) 4:0 (8, 4, 5, 6) Chen Weixing (AUT/7) - Daniel Zwickl (HUN) Disqualifikation CHEN Robert Gardos (AUT/10) - Peter Musko (HUN) 4:1 (7, 6, -9, 3, 4) Bernhard Presslmayer (AUT) - Timo Boll (GER/1) 0:4 (-5, -3, -6, -1) Xiaoquan Feng (AUT) - Alexei Smirnov (RUS/9) 1:4 (8, -9, -8, -8, -5) Daniel Habesohn (AUT) - Mihai Bobocica (ITA/27) 4:2 (10, -4, 6, 6, -7, 10)
HERREN, 2. Runde : Werner Schlager (AUT/4) - Peter Fazekas (HUN) 4:1 (-13,7,5,11,9) Robert Gardos (AUT/10) - Tomas Konecny (CZE) 4:1 (6,-4,4,10,9) Daniel Habesohn (AUT) - Chuan Chih-Yuan (TPE) 0:4 (-3,-6,-4,-12)
DAMEN, 1. Runde : Karina Kovacs (AUT) - Sandra Paovic (CRO/12) 0:4 (-5, -6, -4, -6) Claudia Schätzer (AUT) - Kinga Stefanska (POL/32) 0:4 (-7, -6, -6, -7) Melanie Luginger (AUT) - Xu Jie (POL/15) 0:4 (-4, -3, -3, -2) Martina Petzner (AUT) - Georgina Pota (HUN/9) 2:4 (-6, 11, 6, -3, -2, -8) Monika Juric (AUT) - Petra Lovas (HUN/16) 0:4 (-3, -4, -5, -4) Liu Jia (AUT/2) Freilos Li Qiangbing (AUT/10) Freilos
DAMEN, 2. Runde : Liu Jia (AUT/2) - Kristin Silbereisen (GER) 4:1 (13,10,-4,9,4) Li Qiangbing (AUT/10) - Liu Na (IRL) 4:0 (4,8,8,9)
ÖTTV-Herren im Manschaftsfinale der ERKE Austrian Open
War im Viertelfinale gegen Deutschland eine ausgeglichene Mannschaftsleistung die Basis des Erfolges, so drückte im heutigen Halbfinale gegen Russland Werner Schlager der Partie seinen Stempel auf. Sowohl gegen Fedor Kuzmin als auch gegen Kirill Skachkov zeigte sich der Weltmeister von 2003 in großer Spiellaune und steuerte zwei Punkte zum 3:1-Gesamtsieg bei. Kuzmin hatte beim 0:3 in keiner Phase eine reelle Chance, Russlands Youngster Skachkov konnte zwar Satz eins gewinnen, damit war sein Feuer aber verschossen. Nachdem Schlager mit 11:8 den Satzausgleich herstellen konnte war der Rest der Begegnung mit einer gratis Trainerstunde vergleichbar. Was immer der Russe auch versuchte, Schlager wußte die passende Antwort. Mit phantastischen Schlägen versetzte er das Publikum immer wieder in Begeisterung und rang auch seinem Gegenüber das eine oder andere anerkennende Lächeln ab.
Für den dritten österreichischen Punkte sorgte das Doppel Robert Gardos/Chen Weixing. Nach einigen Abstimmungsproblemen zu Beginn kamen sie ab Satz zwei immer besser ins Spiel und dominierten in weiterer Folge nach Belieben. Am Ende stand ein souveränes 3:1 (-8,4,5,3) zu Buche. Für den russischen Ehrenpunkt sorgte der Weltranglisten-36. Alexei Smirnov, der im Eröffnungseinzel Robert Gardos in fünf Sätzen bezwingen konnte.
Werner Schlager : "Masseur Hermann Schmid hat bei meinem Oberarm ganze Arbeit geleistet. Zum Glück haben meine Gegner soviel Respekt vor meiner Vorhand, daß sie die meisten Bälle in meine Rückhand spielen. Das kommt mir derzeit mit dem verletzten Oberarm entgegen."
Im morgigen Finale treffen Schlager & Co. ab 20 Uhr auf das Team aus Japan.
Robert Gardos - Alexei Smirnov 2:3 (4,-2,-9,6,-5)
Werner Schlager und Liu Jia erreichen Viertelfinale der ERKE Austrian Open Im Achtelfinalduell mit Robert Gardos revanchierte sich Werner Schlager eindrucksvoll für die beim Austria TOP-12 erlittene Niederlage. Österreichs Nummer eins zeigte sich im Salzburger Messezentrum von seiner besten Seite und erreichte mit 4:1 die Runde der letzten acht. Mit 11:6 gingen die ersten beiden Sätze klar an den Weltranglisten-17. Niederösterreicher, Durchgang Nummer drei konnte Gardos nach anfänglicher 6:0-Führung knapp mit 13:11 für sich verbuchen. Als Schlager in Satz Nummer vier mit 12:10 in der Verlängerung das bessere Ende für sich hatte befand er sich endgültig auf der Siegerstraße. Ein klares 11:5 zum Abschluß brachten den als Nummer vier gesetzten Weltmeister von 2003 endgültig ins Viertelfinale. Hier trifft der Österreicher auf den Deutschen Mannschaftseuropameister Patrick Baum. Österreicherinnen-Duell an Liu Jia Mit einem in dieser Höhe überraschenden 4:0 (3,5,9,5) für Liu Jia endete das Österreicherinnen-Duell im Achtelfinale der ERKE Austrian Open. Österreichs Nummer eins übernahm gegen Li Qiangbing , Teamkollegin sowohl in der Nationalmannschaft als auch bei Linz AG Froschberg, von Anfang an das Kommando und punktete immer wieder mit druckvollen Schläger direkt an der Platte. Liu Jia war mit ihrer Achtelfinal-Leistung durchaus zufrieden : "Ich habe von Beginn an sehr konzentriert gespielt und konnte sehr viel Druck ausüben. Dadurch habe ich das Spiel über die meiste Zeit diktiert. Das nächste Ziel heißt jetzt Olympia-Revanche gegen Li Jie. Ich habe gegen sie in Peking verloren und sonst auch noch nie gewonnen." Herren-Achtelfinale : Damen-Achtelfinale: Schlager unterliegt Patrick Baum in der Verlängerung des Entscheidungssatzes 1:3 in Sätzen und 1:4 in Durchgang fünf lag die durch eine Oberarmverletzung leicht gehandicapte österreichische TT-Nummer eins im Viertelfinale gegen den Deutschen Patrick Baum schon scheinbar hoffnungslos zurück, kämpfte sich jedoch noch einmal zurück und verkürzte mit 11:8 auf 2:4. Durch diesen Satzverlust wirkte Baum vorerst ein wenig verunsichert, es folgte ein 11:1 Schlagers zum Satzausgleich. Im Entscheidungssatz wirkte der 22-jährige Deutsche jedoch wieder gefestigt und führte von Beginn an knapp. Neuerlich zeigte Schlager große Kämpferqualitäten, fightete zurück und erspielt sich bei 10:9 sogar einen Matchball. Leider geriet in dieser Situation der Aufschlag des Östrreichers eine Spur zu lang, Baum konnte die Initiative ergreifen und ausgleichen. Damit ging es in die Verlängerung, in der Baum seinen zweiten Matchball zum hauchdünnen 4:3-Erfolg (-7,8,2,8,-8,-1,11) verwandeln konnte. "Ich habe schon oft mit leichten Verletzungen gespielt, und jedes Mal habe ich mit gedacht, das mache ich nie wieder. Wenn es dann aber wieder so weit ist, hoffe ich immer, daß ich das Handicap durch Variation in meinem Spiel ausgleichen kann. Aber leider hat es nicht ganz geklappt. Durch meine Oberarmverletzung konnte ich nicht wie gewohnt eröffnen, dadurch konnte er mich immer wieder unter Druck setzen. Trotzdem hatte ich einen Matchball, habe bei diesem aber die falsche Entscheidung getroffen und zu lange serviert.", haderte der Österreicher mit seiner Verletzung.
Ebenfalls ausgeschieden ist Liu Jia, der die erhofften Olympia-Revanche gegen Li Jie mißlang. Setzte es gegen die für die Niederlande startende Li Jie in Peking noch eine klare Abfuhr, so konnte Österreichs Nummer eins das heutige Spiel im Salzburger Messezentrum weitgehend offen gestalten, mußte am Ende aber doch eine 1:4-Niederlage (9,-10,-7,-8,-10) akzeptieren. Bitter die Sätze zwei und fünf, die Susi" knapp mit 12:10 in der Verlängerung abgeben mußte. Liu Jia unmittelbar nach der Niederlage : "Das Spiel von Li Jie liegt mir einfach nicht, und sie spielt auf der anderen Seite sehr gerne gegen mich. Ich spiele lieber mit Tempo, aber sie nimmt sehr viel Geschwindigkeit aus dem Spiel und verwendet sehr viel Schnittwechsel. Ich habe dann oft nicht erkannt, ob sie mit Schnitt oder schnittlos gespielt hat, deswegen habe ich viele Fehler im Angriff gemacht." Herren-Viertelfinale : Österreichs Herren sicheren sich den Titel im Team-Event Nach dem 3:2 gegen Deutschland und einem 3:1 in der Vorschlußrunde gegen Russland behielten Werner Schlager, Chen Weixing und Robert Gardos im Finale gegen Japan ihre weiße Weste und triumphierten sicher mit 3:0. Wernern Schlager brachte sein Team durch ein 3:1 über Taku Takakiwa in Führung, anschließend ließ Chen Weixing seinem 17-jährigen Gegner Kenta Matsudaira, immerhin bereits die Nummer 117 der Welt, ebenfalls nur einen Satz und stellte auf 2:0. Mit dieser komfortablen Führung ging es ins Doppel, in dem Robert Gardos/Chen Weixing ebenfalls rasch mit 2:0-Sätzen voran lagen. Doch die Japaner bewiesen auch angesichts der scheinbar hoffnungslosen Lage großen Kampfgeist und schafften durch zwei knappe Satzgewinne noch den Ausgleich. Im Entscheidungssatz kamen die Österreicher dann besser aus den Startlöchern, führten von Beginn an um einige Punkte und fixierten mit 11:8 den 3:0-Gesamtsieg. Österreich - Japan 3:0
In überzeugender Manier holte sich der als Nummer eins gesetzte Turnierfavorit Timo Boll den Titel im Herreneinzel. Der Weltranglisten-6. Deutsche blieb sowohl im Semifinale gegen Teamkollegen Patrick Baum als auch im Endspiel gegen Chuang Chih-Yuan (Taiwan) ohne Satzverlust. Boll mußte daher im gesamten Turnier in sechs Spielen nur einen einzigen Satz abgeben. Den Titel bei den Damen sicherte sich die für Polen startende Abwehrspielerin Li Qian durch ein 4:2 im Finale gegen die Ungarin Krisztina Toth.
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