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Trude Pritzi zum 100. Geburtstag

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Die bisher einzige österreichische Tischtennis-Weltmeisterin Trude Pritzi wäre vor wenigen Wochen 100 Jahre alt geworden. Der richtige Zeitpunkt, sich dieser großartigen Sportlerin zu erinnern.

Geboren im Januar 1920, aufgewachsen im 8. Wiener Gemeindebezirk, unweit der legendären Heizmann-Tischtennishalle, war der Lebensweg des Multisporttalents schon vorgezeichnet. Unterstützt von ihren Eltern trainierte sie am grünen Brett, wann immer sie Zeit dazu hatte. Und die Erfolge ließen nicht auf sich warten. Bereits mit 15 Jahren stand sie im Endspiel der österreichischen Staatsmeisterschaften, und ein Jahr später holte sie sich den Meistertitel im Damen-Einzel.

Die blutjunge Trude Pritzi bei der WM 1937 in Baden.

Sogleich folgte eine grandiose internationale Karriere, gekrönt von 4 Weltmeistertiteln. Über eine dieser beiden WM-Kronen, jene 1937 im heimischen Baden, durfte sie sich aber leider zu Lebzeiten nicht mehr freuen. Im Finale, nach denkbar knapper Jury-Entscheidung, wurden sie und ihre amerikanische Gegnerin, die amtierende Weltmeisterin Ruth Aarons, wegen zu langer Spieldauer disqualifiziert. Erst 2001 beschloss die Generalversammlung der ITTF einstimmig, beide Spielerinnen posthum zu Weltmeisterinnen 1937 zu erklären.

Vor der WM 1938, zu der aber Ruth Aarons nicht mehr antrat.

Sehr wohl genießen konnte Trude Pritzi Ihren Weltmeistertitel 1938 im Londoner Vorort Wembley, wo sie im Endspiel des Damen-Einzels Vlasta Depetrisova aus der Tschechoslowakei besiegen konnte. 1939 in Kairo konnte die Tschechin den Spieß im Finale umdrehen. Entschädigt wurde Pritzi aber durch Gold im Damendoppel mit der Deutschen Hilde Bussmann.

Goldmedaille 1938

Während der schrecklichen Jahre des 2. Weltkriegs konnte Trude Pritzi ihre Karriere nahezu ununterbrochen fortsetzen und wurde ungeschlagen 7mal Deutsche Meisterin im Damen-Einzel. Ihr Antreten bei diesen sogenannten gesamtdeutschen Meisterschaften und im deutschen Nationalteam wurde ihr später gelegentlich zum Vorwurf gemacht. Sie konnte dies aber immer glaubwürdig mit „Ich wollte einfach nur Tischtennis spielen!“ begründen.

Neben einer Reihe von WM-Silber- und Bronzemedaillen steht auf dem Konto der zu ihrer Zeit weltbesten Abwehrspielerin noch ein weiterer WM-Titel im Damendoppel, jener im Jahr 1947 in Paris mit der Ungarin Gizela Farkas – zugleich der letzte WM-Erfolg einer österreichischen Tischtennissportlerin.

Ihr erster österreichischer Klub war der Badener AC, 1936 wechselte sie aus beruflichen Gründen zum Post SV Wien und nach dem Krieg zu Austria Wien, später noch zum First Vienna FC.

Ihr umgänglicher und hilfsbereiter Charakter machte Trude Pritzi im Inland ebenso beliebt wie bei ausländischen Kolleginnen und Kollegen. Eine große Zahl junger österreichischer Sportler wurde von ihr gefördert und trainiert – dies in ihrer mittlerweile eigenen Tischtennishalle, jener Heizmann-Halle, in der ihr Stern aufgegangen war.

Der Schläger, mit dem T. Pritzi 1947 Weltmeisterin im Doppel wurde.

Eine heimtückische Krankheit riss Trude Pritzi 1968 mitten aus dem Leben und hinterließ der Tischtennisgemeinde nur die Erinnerung an eine großartige Sportlerin und einen wunderbaren Menschen.


Trude Pritzi zum 100. Geburtstag

07.04.2020 13:31

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