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TMS-Mannschafts-EUROPAMEISTERSCHAFTEN

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Vizepräsident Sport Fritz Svoboda berichtet von der Mannschafts-Europameisterschaft von 24. bis 28. September 2014 in Lissabon.

SILBER GLÄNZT FAST WIE GOLD

Die diesjährigen Europameisterschaften in Lissabon brachten mit dem Finaleinzug unserer Damen-Mannschaft erstmals eine Medaille im Teambewerb. Dass es dann gleich Silber wurde, konnte man sich im Vorfeld - trotz vorhandener realistischer Medaillenchancen - nicht erwarten. Umso erfreulicher, dass unser Team unter der taktischen Leitung von Damen-Bundestrainer Liu Yan Jun und spielerisch angeführt von Liu Jia, sich im Finale nicht mit der Silbermedaille zufrieden gab, sondern insbesondere in den ersten beiden Spielen mehr als in Augenhöhe den deutschen Damen Paroli bot. Leider schlug sich gerade in entscheidenden Momenten das Glück auf die Seite der Deutschen, wodurch der 3:0 Erfolg deutlicher ausfiel, als es dem Spielverlauf entsprach.

Auf dem Weg ins Finale gefiel unser Team, gebildet aus Liu Jia, Li Qiangbing, Sofia Polcanova und Amelie Solja, nicht nur durch die mehr als ansprechenden Leistungen sondern auch durch die interne Harmonie, die an den Tag gelegt wurde und die sicher wesentlich zu diesem großen Erfolg beigetragen hat.

Dass dieses Zusammengehörigkeitsgefühl überhaupt entstanden ist, ist sicherlich auch der Verdienst des Damen-Bundestrainers Liu Yan Jun, der durch seine ruhige und unaufgeregte Art im täglichen Trainingsprozess und den internationalen Entsendungen die Basis dafür geschaffen hat.

Nicht vergessen darf man dabei aber auch auf die optimale fachmännische physiotherapeutische Unterstützung des neu zum Damenteam hinzugestoßenen Adrian Buzu, der es in kürzester Zeit geschafft hat, sich durch seine fachliche und menschliche Kompetenz als voll akzeptiertes Teammitglied in der Gruppe zu etablieren.

Es wäre unfair, würde man hier eine Dame besonders hervorheben, da das gesamte Team einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hat und wir schon heute voll Optimismus auf die nächste EM in Ekaterinenburg blicken.

STATT JUBEL LETZTLICH ENTTÄUSCHUNG

Spekulierte man im Vorfeld der EM auch bei den Herren mit einer Medaille, so wurde diese Hoffnung durch den krankheitsbedingten Ausfall von Stefan Fegerl und einer hartnäckigen Verletzung von Daniel Habesohn, die nur eine sehr reduzierte Vorbereitung zuließ, deutlich gemindert.

Zusätzlich bot auch die Auslosung, basierend auf den Ergebnissen der letztjährigen EM, wenig Grund zur Freude. War doch mit der Nummer 2, 5 und 8 der aktuellen Team-Weltrangliste praktisch die gesamte europäische Spitze in einer Gruppe vertreten. Dass es schließlich zu einem Finale mit zwei Teams aus derselben Vorrundengruppe kam, spricht gegen die ungerechten Setzungskriterien. Dass diese aufgrund unzähliger Proteste beim im Rahmen der EM in Szene gegangenen ETTU-Kongress verändert wurden, tröstet nicht über die diesjährige Ungerechtigkeit hinweg.

Dass dann das Regulativ auch noch vorgab, dass verletzte oder erkrankte Aktive nur bis zu 9 Tage vor EM-Beginn durch einen anderen Aktiven ersetzt werden dürfen, brachte einige Nationen (u.a. auch Österreich, Deutschland und Schweden) in erhebliche Personalprobleme.

Und trotz all dieser Schwierigkeiten hätten es unsere Herren Robert Gardos, Daniel Habesohn und Chen Weixing in der Hand, oder besser gesagt "auf dem Schläger", gehabt, zumindest ins Viertelfinale aufzusteigen. Nach einer eher zu erwartenden Niederlage gegen Deutschland bescherte unserem Herrenteam eine völlig unnötige 2:3 Niederlage gegen die sonst in der Vorrunde sieglosen Ungarn die Ausgangsposition, dass man gegen die Portugiesen 3:0 gewinnen müsste, um doch noch als Gruppenzweiter aufzusteigen. Fast wäre dieses Kunststück gelungen, als bei einer 2:0 Führung Chen Weixing bereits 2:1 und 7:4 in Front lag, dann aber leider doch noch mit 2:3 den Kürzeren zog.

Auf ihre Art hatten alle drei Herren sich individuellen Herausforderungen zu stellen: Robert Gardos der unangenehmen Aufgabe, als Leitspieler punkten zu müssen, Chen Weixing dem körperlichen Stress, in jedem Mannschaftsspiel an die Platte gehen zu müssen und Daniel Habesohn, seinen Trainingsrückstand und die aufkommenden negativen Emotionen unter Kontrolle zu bringen.

Robert Gardos gelang dies gerade gegen Ungarn nicht, sonst war seine Leistung makellos, Chen Weixing ging bis an seine körperlichen Grenzen und holte die von ihm erwarteten Spiele (daran hatte auch Physiotherapeut Daniel Mayer seinen Anteil, da er es immer wieder schaffte, Chen regenerativ und präventiv zu versorgen).

Daniel Habesohn ließ zwar immer wieder seine Extraklasse aufblitzen bzw. erahnen, welches Potenzial er hätte, allerdings zerstörte er den guten Eindruck zu oft mit einer negativen Körpersprache wieder.

Wenn wir bei der EM 2015 ohne verletzungs- oder krankheitsbedingten Ausfälle unsere beste Auswahl stellen können, hoffe ich, dass die nächstjährige Siegerehrung mit österreichischer Beteiligung ablaufen wird.

Wie immer ließ es sich auch dieses Mal ÖTTV-Präsident Hans Friedinger nicht nehmen, den beiden Teams in allen Spielen seine Unterstützung zukommen zu lassen und dadurch zu dokumentieren, wie sehr ihm die Aktiven und Betreuer am Herzen liegen.

Aus meiner Sicht konnten wir durch die Schaffung von Kompetenzteams (Physiotherapeuten vor Ort, Konditions- und Spezialtrainer) unter der Leitung unserer beiden Bundestrainer einen weiteren Schritt zu einer notwendigen Professionalisierung schaffen.

Noch ein paar kurze Stichworte zur Organisation:

  • Mängel zu Beginn (keine Informationen, keine Beschilderung) wurden im Verlauf des Turniers behoben.
  • Die Verpflegung war durchschnittlich und sicherlich nicht ausreichend auf die Bedürfnisse von Sportlerinnen und Sportlern ausgerichtet.
  • Die Spielbedingungen waren einwandfrei; wobei besonders erwähnenswert ist, dass ein neuer Bodenbelag (einzelne Kachel statt Bahnen) eine überlegenswerte Alternative zu dem bisher zur Verwendung gelangten Belag darstellt.
  • Die sich in Gehweite zur Halle befindlichen Hotels machten den größten Pluspunkt dieser EM aus, da dadurch ein Shuttle-Service obsolet wurde, was wieder den Aktiven eine bessere Zeitplanung ermöglichte.

Die detaillierten Ergebnisse der Mannschaftskämpfe sowie Informationen zu den jeweiligen Spielverläufen wurden durch unseren Pressereferenten Wolfgang Paulik regelmäßig auf der ÖTTV Homepage veröffentlicht und wurden daher in diesen Bericht ausgespart.

Fritz Svoboda


TMS-Mannschafts-EUROPAMEISTERSCHAFTEN

01.10.2014 12:04

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