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ÖTTV ready for Olympia

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Bestens vorbereitet nehmen unsere Damen und Herren die am 24. Juli beginnenden olympischen Tischtennis-Bewerbe im „Tokyo Metropolitan Gymnasium“ in Angriff. Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten konnte sich das siebenköpfige Aufgebot – vier Damen und drei Herren – vor Ort den letzten Feinschliff holen. Das achttägige Trainingslager in Fuchu, nur rund eine Stunde vom olympischen Dorf entfernt – bot dazu optimale Bedingungen.

„Bereits vor zwei Jahren gab es eine Schul-Kooperation zwischen Fuchu und Wien, in deren Rahmen wurde ein Trainingslager unserer Spieler bei passender Gelegenheit in Japan vereinbart. Jetzt im Vorfeld von Olympia konnten wir nach intensiven Verhandlungen trotz der Corona-Probleme diese Option ziehen. Wir waren zunächst froh, in Japan trainieren zu können. Am Ende wurden unsere Erwartungen übertroffen, unsere Gastgeber haben sich unglaublich bemüht und haben uns praktisch jeden Wunsch von den Augen abgelesen.“, zeigt sich Sportdirektor Karl Jindrak vollauf zufrieden. Mit Trainingspartnern der unterschiedlichsten Spielsysteme, bequemen Unterkünften und ausgezeichneter Verpflegung zeigten sich die japanischen Gastgeber von ihrer besten Seite. Nichts wurde dabei dem Zufall überlassen, sogar originale Olympia-Tische und Olympia-Bälle wurden bereitgestellt.

Auch Neo-ÖTTV-Präsident Wolfgang Gotschke zeigte sich begeistert: „Ich möchte mich bei unserer Olympia-Partnerstadt Fuchu für die großartige Gastfreundschaft bedanken. Unsere sieben Aktiven sind dank der optimalen Trainingsbedingungen bestens vorbereitet.“ Weiters zeigt er sich für die bevorstehenden Spiele optimistisch: „Wir haben in allen Bewerben Chancen auf das Achtelfinale, danach kommt das Losglück zum Tragen.“

Mixed-Premiere

Wie immer ist das olympische Programm leichten Veränderungen ausgesetzt, diesmal feiern in einigen Sportarten gemischtgeschlechtliche Konkurrenzen ihre Premiere. So auch im Tischtennis! Nachdem 2008 der Teambewerb das ursprünglich neben dem Einzel ausgetragene Doppel ersetzte, kommt nun in Tokio erstmals das Mixed zur Austragung. Österreichs Vize-Europameister von 2018 Fegerl/Polcanova schafften auch auf Anhieb die Qualifikation für das kleine, aber erlesene Feld. Beim Trainingslager in Fuchu wurde auch vermehrt Augenmerk auf diesen Bewerb gelegt. Obwohl die Trauben sehr hoch hängen, ist bei lediglich sechzehn teilnehmenden Paarungen der Weg Richtung Medaillenränge relativ kurz. „Wir haben hier in Fuchu sehr gut Feinheiten im Aufschlage- und Rückschlagspiel und spezielle Spielzüge trainieren können. Ich bin zuversichtlich, dass wir optimal vorbereitet an den Start gehen werden.“, freut sich Stefan Fegerl auf sein Antreten im gemischten Doppel. Was den Bewerb besonders spannend macht: pro Nation ist nur eine Paarung startberechtigt.

Liu Jia – Olympia, die Sechste

Eigentlich wollte „Susi“ ihre internationale Karriere bereits im Vorjahr beenden, die Olympiaverschiebung zwang die Linzerin aber zu einer Verlängerung – zumindest um ein Jahr. Dem Ehrgeiz tat dies aber keinen Abbruch, ihre Olympia-Premiere gab die nunmehr 39-Jährige bereits im Jahr 2000 in Sydney und war danach auch alle vier Jahre Teil der Olympia-Familie. Das beste Ergebnis datiert dabei aus dem Jahr 2016 mit dem Erreichen des Achtelfinales. Ein wahres Marathonprogramm wartet in Japan auf die Europaranglisten-Erste Sofia Polcanova, geht sie doch als eine von wenigen in allen drei Bewerben ins Rennen. „Nach meinen Operationen am Knie und an der Hüfte habe ich zwar noch einigen Aufholbedarf. Aber es läuft immer besser, ich konnte hier sehr gut, vor allem immer mehr matchspezifische Übungen trainieren. Und das wichtigste ist: Knie und Hüfte machen keine Probleme!“

Von Österreichs Herren werden Robert Gardos und Daniel Habesohn das Einzel bestreiten, beide haben ihr Ticket ihrer ausgezeichneten Weltranglisten-Position zu verdanken. Das Maximalkontingent von lediglich zwei Spielern bzw. Spielerinnen pro Nation im Einzel verspricht Spannung, ein Blick auf das Teilnehmerfeld lässt auf jeden Fall von Beginn an packende Wettkämpfe auf höchstem Niveau erwarten. Top-Favorit China entschied sich für Titelverteidiger Ma Long und den Weltranglisten-Ersten Fan Zhendong und stellt als einzige Nationen bei den Herren zwei Top-10-Spieler. Japan hält mit Harimoto (4) und Zauberhand Koki Niwa (17) dagegen, Deutschland schickt Ovtcharov (9) und Boll (11) auf Medaillenjagd. Dazu kommen heiße Aktien wie der Brasilianer Calderano (7), Schwedens Vize-Weltmeister Mattias Falck (8) und der brandgefährliche Taiwanese Lin Yun-Ju. „Wir haben sehr hart trainiert, in den letzten Tagen werden wir das Programm ein wenig herunterfahren und vermehrt taktische Komponenten ins Visier nehmen. Wichtig wird es auch sein, ein wenig zu regenerieren um mental frisch in die Matches starten zu können.“, freut sich Habesohn auf den Turnierbeginn.

Ähnlich verhält es sich das Kräfteverhältnis bei den Damen. Auch hier wird wohl kein Weg an China vorbeiführen, das mit Chen Meng und Sun Yingsha die Nummern 1 und 3 der Welt ins Rennen schickt. Größte Herausforderin wird vermutlich die japanische Nummer 2 der Welt Mima Ito sein, mit Cheng I-Ching (Taiwan), Feng Tianwei (Singapur) und Kasumi Ishikawa (Japan) greifen noch drei weitere Spielerin aus den Top 10 nach den Medaillen. Aber bereits der Weg Richtung Achtel- oder Viertelfinale wird hart und steinig, hinter den absoluten Topstars ist das Feld ungemein breit aufgestellt. Von den 65 Spielern im Herren-Einzel kommen exakt 49 aus den Top 100, bei den Damen sind es 50 der 70 Starterinnen. Somit sind bereits von Anfang spannende und hochklassige Matches garantiert.

Nach den Entscheidungen im Mixed (26. Juli) und im Einzel (29./30. Juli) beginnen am 1. August die abschließenden Mannschaftswettkämpfe. Hier ist Österreich nur mit dem Damen-Team vertreten, unsere Herren sind beim einzigen(!) Qualifikationsturnier leider frühzeitig auf der Strecke geblieben. Wie im Mixed wird von einem 16er-Feld gestartet, wobei die Dominanz der Chinesen auf Mannschaftsebene vermutlich noch größer ist als in den Individualbewerben. Hand auf´s Herz: alles andere als zwei Goldene für China wäre ein absolute Top-Sensation! Aber dahinter kämpft eine Reihe starker Teams um die verbleibenden Medaillen, und hier rechnen sich natürlich viele gute Chancen aus. Dass die übrigen asiatischen Teams nicht unschlagbar sind, bewiesen 2016 die Deutschen Damen: nach Siegen über Hongkong und Japan erreichten sie sensationell das Finale und holten Silber. Liu Jia sieht das Einzel eher als Vorprogramm für den Team-Bewerb: „Im Einzel ist die Konkurrenz schon gewaltig, aber im Team können wir gefährlich werden. Ich denke wir haben eine sehr gute und ausgeglichene Mannschaft, mit einer guten Performance und dem nötigen Quäntchen Glück können wir für eine Überraschung sorgen. Im Doppel – dem ersten Match im Teamwettkampf – harmoniere ich sehr gut mit Liu Yuan, da können wir uns eine gute Ausgangsbasis schaffen.“ Neben Liu Yuan steht im Team-Bewerb noch Karoline Mischek als Ersatz parat.

Österreich bei Olympia

Insgesamt sechsmal schafften es ÖTTV-Asse in der olympischen Tischtennis-Historie bis ins Viertelfinale. Wohl am knappsten verpasste Ding Yi 1992 eine Medaille. Nur in diesem Jahr wurde zweimal Bronzemedaillen vergeben, nach 2:1 -Führung musste er sich dem Franzosen Gatien aber noch 2:3 geschlagen geben. Ebenfalls nur ein Erfolg trennte das Herren-Team 2008 von Bronze – im Spiel um den dritten Platz musste man sich Südkorea mit 1:3 geschlagen geben. 2000 kam für Werner Schlager gleich zweimal im Viertelfinals das Aus, beide Male im Entscheidungssatz: im Einzel nach sensationeller Leistung gegen den späteren Olympiasieger Kong Linghui, im Doppel an der Seite von Karl Jindrak mit 20:22 im fünften Satz gegen Chila/Gatien aus Frankreich. Aber auch von den letzten olympischen Spielen in Rio gibt es zwei Viertelfinale zu vermelden: beide ÖTTV-Teams schafften es im Mannschaftsbewerb unter die besten acht. Die enorme chinesische Olympia-Dominanz lässt sich am besten mit einem Blick auf den Medaillenspiegel erkennen: von 32 möglichen Goldmedaillen holten die Chinesen nicht weniger als 28 (!), dreimal stand Korea ganz oben (1988 im Herren-Einzel und Damen-Doppel, 2004 im Herren-Einzel), 1992 holte der Schwede Jan-Ove Waldner den Einzeltitel.


Österreichs Aufgebot
Mixed: Stefan Fegerl/Sofia Polcanova
Damen-Einzel: Sofia Polcanova, Liu Jia
Herren-Einzel: Robert Gardos, Daniel Habesohn
Damen-Mannschaft: Sofia Polcanova, Liu Jia, Liu Yuan (Ersatz: Karoline Mischek)

Rahmenzeitplan
24. Juli Beginn Einzel und Mixed
26. Juli Finale Mixed
29. Juli Finale Damen-Einzel
30. Juli Finale Herren-Einzel

1. August Beginn Teambewerbe
5. August Finale Damen-Mannschaft
6. August Finale Herren-Mannschaft

Die Auslosung aller Bewerbe findet am Mittwoch, 21. Juli ab 18 Uhr japanischer Zeit statt. Heute Montag ziehen die Österreicher ins olympische Dorf ein und haben noch ein paar Tage Zeit, die Spielbedingungen in der Wettkampfhalle kennenzulernen.


ÖTTV ready for Olympia

19.07.2021 09:01

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