Olympia-Qualifikation

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Mit drei Siegen und einer Niederlage startete Österreich in das europäische Olympia-Qualifikationsturnier in Halmstad (Schweden).

Während Daniel Habesohn nach zwei Siegen bereits fix in der ersten Ko-Runde steht, ist die Lage für Amelie Solja nach einem Sieg und einer Niederlage noch offen. Der in der kommenden Saison beim deutschen Bundesligisten SV Mühlhausen unter Vertrag stehende Habesohn fand im wichtigen ersten Spiel gegen den Bosnier Admir Duranspahic von Anfang seinen Rhythmus und holte mit 4:0 ungefährdet den Sieg. Lediglich Satz vier konnte der Bosnier offen gestalten, mit 13:11 gab sich der Wiener aber auch hier keine Blöße. „Das erste Spiel bei einem Turnier ist immer schwierig. Man kennt die Bedingungen noch nicht, ist ein bisschen nervös. Zum Glück habe ich sehr gut ins Spiel gefunden und konnte eine gute Leistung abliefern.“, zeigte sich Habesohn zufrieden. Eine deutlich schwierigere Aufgabe wartete im zweiten Match gegen den jungen Weißrussen Aliaksandr Khanin, dem sich Habesohn im Semifinale der Team-EM 2015 überraschend geschlagen geben musste. Auch diesmal gelang dem Weißrussen der bessere Start, erst beim Stand von 0:2 kam Habesohn besser ins Spiel und schaffte den Ausgleich. Erstmals in Führung ging der Österreicher, als er in Satz fünf nach Abwehr von vier Satzbällen seine zweite Chance zum 15:13 nutzen konnte. Mit der Führung im Rücken übernahm Habesohn endgültig das Kommando, mit 11:6 fixierte er den zweiten Sieg.

Nicht nach Wunsch lief es zunächst für Amelie Solja. Bei ihrem ersten Antreten gegen Vlona Maloku (Kosovo) gelang nach dem Verlust des Satzes zwar rasch der Ausgleich, in Durchgang drei lag sie jedoch schnell wieder mit 0:4 und 5:8 zurück. Als sie den Satz mit sechs Punktgewinnen in Folge noch holen konnte schien das Spiel endgültig zu kippen, Maloku fightete jedoch zurück und erzielte mit 11:8 ihrerseits den Ausgleich. Eine unbelohnte Aufholjagd zeigte Solja in Satz fünf, als sie nach katastrophalem Beginn und 0:8-Rückstand herankam, insgesamt vier Satzbälle abwehren konnte, am Ende aber mit 12:14 doch das Nachsehen hatte. Auch in Durchgang sechs kam die Österreicherin von 5:9 auf 9:9 heran, mit zwei Punktgewinnen bei eigenem Aufschlag fixierte die Außenseiterin aus dem Kosovo aber endgültig den Sieg. Deutlich besser erging es Solja in Spiel zwei. Die Italienerin Debora Vivarelli fand kaum ein Mittel gegen den unorthodoxen Spielstil der 25-jährigen Solja, die sich mit einem klaren 4:0 weiter im Aufstiegsrennen hielt.

Im letzten Gruppenspiel gegen den ebenfalls ungeschlagenen Italiener Mihai Bobocica geht es für Habesohn um den Gruppensieg, Amelie Solja muss gegen die Nummer eins ihrer Gruppe, die Tschechin Hana Matelova an die Platte. Aus den sechszehn Vorgruppen bei den Damen und Herren erreichen jeweils die besten drei die erste Ko-Phase. Aus diesen 48 Qualifikanten und den 16 Gesetzten ergibt sich die erste Hauptrunde mit 64 Spielern. Hier werden die Drittplatzierten den sechzehn Gesetzten zugelost, die Gruppensieger treffen auf die Gruppenzweiten.


Daniel Habesohn – Admir Duranspahic (BIH) 4:0 (6,4,8,11)
                         – Aliaksandr Khanin (BLR) 4:2 (-9,-11,10,4,13,6)
                         – Mihai Bobocica (ITA) Mittwoch, 12.40 Uhr


Amelie Solja – Vlona Maloku (KOS) 2:4 (-8,5,8,-8,-12,-9)
                   – Debora Vivarelli (ITA) 4:0 (9,3,4,10)
                   – Hana Mantelova (CZE) Mittwoch, 14.20 Uhr


Olympia-Qualifikation

11.04.2016 23:27

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