Runde eins der Hauptbewerbe

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Fünf von sieben Österreicher im Einzel weiter ...

Aktualisiert Freitag, 18.05 Uhr


Harterkämpfter Auftaktsieg für Chen Weixing

Österreichs Herren-Nummer-Eins Robert Gardos steht nach einem 4:2 über den Letten Mattis Burgis erwartungsgemäß in Runde zwei. Der als Nummer sieben gesetzte Gardos musste nach einer 3:0-führung aber noch Überstunden einschieben, die Durchgänge vier und fünf holte der Lette jeweils mit 11:9. Auch Satz sechs wog lange hin und her, erst mit 17:15 fiel die Entscheidung zu Gunsten des Österreichers. In Runde zwei wartet Schwerarbeit, geht es doch gegen den griechischen Abwehrkünstler Papagiotis Gionis. Gar sieben Sätze benötigte Chen Weixing. Der Austrochinese führte gegen den Slowaken Peter Sereda rasch mit 3:1, sah sich aber plötzlich dem Satzausgleich gegenüber. Der Enscheidungssatz verlief bis 7:7 ausgeglichen, dann konnte Chen jedoch absetzen und das Spiel mit 11:8 holen. Zweitrundengegner ist der in Schwechat lebende Italiener Mihai Bobocica, der sich im Duell zweier Spieler aus der WSA-Trainingsgruppe gegen den Portugiesen Joao Monteiro durchsetzen konnte. Vom hauchdünnen Verlust der ersten beiden Sätze mit 13:15 bzw. 10:12 nicht aus der Ruhe bringen ließ sich Stefan Fegerl. Mit dem Gewinn der folgenden vier Sätze gegen den Serben Marko Jevtovic steht der Niederösterreicher ebenfalls in der Runde der besten 32.

Einen Kampf auf Augenhöhe lieferte sich Daniel Habesohn beim 2:4 mit dem frischgebackenen Mannschaftsvizeeuropameister Kalinikos Kreanga. Bei 2:1 konnte er allerdings eine 8:4-Führung nicht nutzen, in weiterer Folge Übernahme der Grieche mehr und mehr das Kommando.

Gerade einmal 19 Minuten (inklusive Satzpausen) benötigte Liu Jia bei ihrem Erstrundeerfolg gegen die Eva Jurkova. Die Tschechien, als Gruppenzweite nur als Lucky Loser aufgestiegen, erwies sich als kein ernstzunehmender Prüfstein, mit 4:0 (4,4,5,2) fiel das Ergebnis mehr als deutlich aus. In Runde zwei wartet mit der Schwedin Li Fen allerdings eine von vielen Experten als Geheimfavoritin betrachtete Spielerin. Die Behandlungspause in Linz hat ihr jedenfalls gut getan: "Ich wurde zwei Tage intensiv behandelt, unter anderem mit Akkupunktur. Die Schulter dürfte kein Problem mehr machen." Österreichs Nummer zwei Amelie Solja benötigte zwar sechs Sätze, ist nach einem 4:2 über Dora Madarasz aus Polen ebenfalls eine Runde weiter. Nächste Gegnerin ist  Matilda Ekholm (SWE).

In Schwechat kommt es daher heute bereits vor dem Fußball-WM-Qualifikationsspiel zweimal zum ersten heißen Duell mit Schweden … Endstation war hingegen für Sofia Polcanova gegen Renata Strbikova (CZE). Beim 1:4 konnte die Froschbergerin nur Satz zwei für sich entscheiden.

Zwei ÖTTV-Doppel unter den besten 16

Etwas stotternd starteten die Titelverteidiger Gardos/Habesohn in das Herrendoppel. Nach 2:0-Führung gegen die Slowaken Thomas Keinath/Samuel Novota mussten sie noch über die volle Distanz gehen, behielten im letzten Satz aber die Nerven und mit 11:6 die Oberhand. Um den Einzug in die Runde der besten acht geht es heute ab 18 Uhr gegen die Rumänen Ionescu/Szocs. Das Aus kam hingegen für das zweite Herrendoppel. Stefan Fegerl/Feng Xiaoquan konnten gegen die Serben Jevtovic/Pete zwar vier Matchbälle abwehren, mussten sich am Ende aber klar mit 0:3 (-4,-7,-14) geschlagen geben.

Robert Gardos: "Die erste Runde ist immer schwer zu spielen. Die Gegner hatten schon drei Qualifikationsspiele hinter sich und waren dadurch schon gut im Turnier. Außerdem haben sie schon beim ersten Ball sehr viel Risiko genommen. Sie haben damit auch Fehler in Kauf genommen, aber wenn sie den Ball gut getroffen haben waren sie sehr gefährlich.  Durch diese Spielweise haben wir nur schwer unseren Rhythmus gefunden."

Nach einem sicheren 3:0 (7,7,8) von Sofia Polcanova und Amelie Solja zum Auftakt des Damendoppels kommt es in Runde zwei zu einem interessanten Schwesternduell. Amelie, gebürtige Deutsche und seit April 2011 österreichische Staatsbürgerin, trifft nun auf ihre für Deutschland spielende Schwester Petrissa Solja. Diese wiederrum lebt und trainiert großteils in Oberösterreich bei Linz AG Froschberg. Petrissa Solja und Sabine Winter gelten als hervorragendes Doppel und konnten schon einige asiatische Top-Paarungen bezwingen. 2012 holten sie den Titel bei den German Open.

Amelie Solja sieht dem Duell mit ihrer Schwester mit Freude entgegen: "Ich freue mich auf das Spiel. Das kommt ja nicht oft vor, dass man bei einer EM gegen die eigene Schwester spielt." Die Favoritenrolle liegt aber klar bei den Deutschen: "Natürlich kennen beide mein Spiel sehr gut, aber im Doppel zählen viele Faktoren."

Verletzungspech hatten die Vize-Europameister der Herren Karlsson/Karlsson zu beklagen. Mattias Karlsson, nur für das Doppel angereist, verletzte sich gleich im ersten Satz gegen die Italiener Bobocic/Stoyanov am Knöchel und musste verletzungsbedingt aufgeben.

In allen Bewerben steht auch die zweite Runde auf dem Spielplan.

 

Hier finden Sie eine komplette Übersicht über die Spiele der Österreicher in den Hauptbewerben.


Runde eins der Hauptbewerbe

10.10.2013 13:18

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