Runde zwei der Hauptbewerbe

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Fegerl schlägt Crisan! Gardos/Habesohn im Viertelfinale, Liu Jia, Chen Weixing und Gardos ausgeschieden ...

Aktualisiert Freitag, 23.15 Uhr

Stefan Fegerl als einziger Österreicher im EM-Achtelfinale

Topleistung von Stefan Fegerl in der zweiten Runde des Herrenbewerbes. Nach einem 4:2 über den Weltranglisten-28. Adrian Crisan steht der gebürtige Waldviertler erstmals im Achtelfinale einer Europameisterschaft. War der Erstrundengewinn gegen den Serben Jevtovic noch zu erwarten, ist der Sieg gegen den EM-Dritten vom Vorjahr geradewegs als Überraschung anzusehen.

Fegerl: "Ich bin sehr glücklich und zufrieden mit diesem Sieg. Crisan liegt in der Rangliste deutlich vor mir, da kann man als Außenseiter ohne Druck spielen. Und sein Spielstil kommt mir grundsätzlich entgegen. Er spielt nicht sonderlich hart, dafür sehr sicher. Das liegt mir."

In einem Marathonmatch über 67 Minuten bis knapp vor 23 Uhr musste sich Robert Gardos dem Griechen Panagiotis Gionis mit 3:4 (-3,9,8,5,-10,-10,-6) geschlagen geben. 3:1 führte der Österreicher, musste die Sätze fünf und sechs nach atemberaubendem Tischtennis aber jeweils mit 10:12 abgeben. In Durchgang fünf ließ Gardos bei 10:9 einen Matchball ungenutzt. Im Entscheidungssatz konnte sich Gionis von Beginn an absetzen und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Beendet ist das Turnier auch für Chen Weixing. Gegen Italiens Mihai Bobocica lieferte er sich zwar ein publikumswirksames Duell mit einer Reihe spektakulärer Ballwechsel, stand am Ende aber beim 1:4 (-9,-4,8,-7,-9) mit leeren Händen da. Der 41-jährige vom SVS Niederösterreich wurde dabei auch ein wenig Opfer seiner mangelnden Chancenauswertung. In Satz eins lag er 8:4 voran, in Durchgang fünf 7:4 - beide Male hatte der Italiener mit 11:9 das bessere Ende für sich."

Robert Gardos: "Das war ein sehr hartes Match. Ich glaube wir haben beide gut, aber nicht absolutes Top-Niveau gespielt. Das war mein viertes Match heute, ich war seit 9 Uhr früh in der Halle, da ist es schwierig, um 22 Uhr noch in jedem Ballwechsel die Konzentration zu halten und die richtige Entscheidung zu treffen. Da entscheiden dann Kleinigkeiten. Jetzt heißt es rasch regenerieren, um 10.50 Uhr muss ich schon wieder im Doppel-Viertelfinale an der Platte stehen."

Gardos/Habesohn im Viertelfinale

Nur noch ein Sieg fehlt Robert Gardos und Daniel Habesohn zu einer neuerlichen EM-Medaille im Herrendoppel. Nach dem 3:2 zum Auftakt gegen Keinath/Novota aus der Slowakei lief es für die Titelverteidiger im zweiten Spiel schon wesentlich besser. Die Rumänen Ionescu/Szocs konnte nur Satz zwei holen, in Summe waren Gardos/Habesohn beim 3:1 (5,-7,3,8) aber überlegen.

Habesohn zeigte sich zufrieden: "Wir haben schon besser gespielt als in Runde eins. Wir haben uns richtig wohl gefühlt an der Platte und haben schnell unseren Rhythmus gefunden." Auf das Spiel um die Medaille angesprochen: "Gegen Gacina/Freitas wird es richtig schwer. Wir haben erst einmal gegeneinander gespielt und verloren. Wir sind Europameister 2012, sie waren es 2011. Das wird sehr eng."

Erwartungsgemäß nichts zu bestellen hatten Amelie Solja und Sofia Polcanova in Runde zwei gegen das deutsche Klassedoppel Petrissa Solja/Sabine Winter.  Beim 8:11, 6:11 und 4:11 blieben sie gegen die regierenden deutschen Meister ohne Chance.

Damenturnier für Österreich zu Ende

Ausgeträumt ist der Medaillentraum für Liu Jia. Mit dem erklärten Ziel, ihre viertes Edelmetall im Einzel zu holen angetreten, gab es für Österreichs Damen-Nummer-Eins in Runde zwei der Heim-EM eine bittere Enttäuschung. Gegen die Schwedin Li Fen (SVS Ströck), von vielen Experten sogar als Geheimtipp auf Gold gehandelt, stand die Oberösterreicherin beim 1:4 von Anfang auf verlorenem Posten. Nur Satz drei konnte "Susi" holen, die letzten beiden Sätze waren wieder eine klare sicher für die Schwedin.

Liu Jia resümierte nüchtern: "Sie war einfach besser! Die Schulter war in Ordnung, aber ihr Spiel liegt mir überhaupt nicht. Ich habe noch nie gegen sie gespielt, und auch nach fünf Sätzen hatte ich noch kein System gefunden." Mit ihrem Verhalten im Vorfeld geht sie kritisch ins Gericht: "Viele andere Spielerinnen haben mit Tipps gegeben, wie ich gegen sie spielen soll. Alle haben es gut gemeint, aber im Endeffekt hatte ich dann zu viele Ratschläge im Kopf. Ich hätte mehr auf mich selbst hören sollen."

Nicht besser erging es Amelie Solja. Gegen eine weitere Schwedin Matilda Ekholm kam sie beim 1:4 (-8,-7,-7,7,-9) ebenfalls nur zu einem Satzgewinn.

 

Hier finden Sie sämtliche Ergebnisse der Österreicher im Hauptfeld.


Runde zwei der Hauptbewerbe

11.10.2013 18:14

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