Herren-Einzel

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Stefan Fegerl sensationell im Viertelfinale und lieferte sich dort mit Samsonov großen Kampf!!!

 Fegerl unterliegt Samsonov nach großem Kampf

Einen heroischen Kampf auf allerhöchstem Niveau lieferte sich Stefan Fegerl mit dem als Nummer zwei gesetzten Vladimir Samsonov. Obwohl der Weißrusse sein allerbestes Tischtennis auspacken konnte, gelang es Fegerl ihn voll fordern und beim 1:4 (-9,11,-7,-12,-5) alles abzuverlangen.

Im Eröffnungssatz konnte der haushohe Favorit den Kopf nach 4:8 noch einmal aus der Schlinge ziehen, in Durchgang zwei nutze Fegerl nach 10:6-Führung seinen insgesamt sechsten Satzball zum Ausgleich. Nachdem der dreifache Europameister aus Minsk mit 11:7 wieder vorlegen konnte, stand der Niederösterreich bei 10:8 vor dem neuerlichen Ausgleich. Nach einer Reihe unglaublicher Ballwechsel wog der Satz bis 12:12 hin und her, ehe das Schicksal bei 13:12 für Samsonov gnadenlos zuschlug. Nach einem herrlichen Schlag Fegerls traf der Weißrusse den Ball mit der Schlägerkante direkt auf die Tischkante. Erst nach diesem unglücklichen 3:1 spielte der als Nummer zwei gesetzte Samsonov seine ganze Routine aus und konnte sich entscheidend absetzen.

Fegerl zeigte sich zufrieden, aber gleichzeitig auch ein wenig enttäuscht: "Natürlich bin ich mit dem Erreichen des Viertelfinales grundsätzlich zufrieden. Aber doch auch ein wenig enttäuscht. Ich wusste, ich kann gegen ihn mitspielen. Aber dass ich ihn so fordern kann und das Match so offen verläuft hat mich dann doch überrascht. Daher denke ich, nach dem Spielverlauf wäre sogar mehr drinnen gewesen." Ein wenig trauerte er den vergebenen Chancen im vierten Satz nach: "Bei 2:2 wäre alles möglich gewesen, aber ein 1:3 gegen Samsonov ist praktisch unmöglich umzudrehen."

Zu einer kuriosen Situation kommt es im Damen-Einzel. Mit Shan Xiaona, Han Ying (beide Deutschland), Li Fen (Schweden) und Fu Yu (Portugal) stehen vier EM-Debütantinnen im Halbfinale. Und alle vier sind auf Grund der Statuten des Weltverbandes ITTF bei einer Weltmeisterschaft nicht spielberechtigt …

Viertelfinale:
Stefan Fegerl - Vladimir Samsonov (BLR/2)   1:4 (-8,11,-7,-12,-5)

Top-Leistung im Achtelfinale

Bereits am Nachmittag fixierte der Niederösterreicher Stefan Fegerl mit dem Viertelfinaleinzug im gutbesuchten Multiversum von Schwechat den bislang größten Erfolg seiner Karriere. Waren die bisherigen Turniertage eher schwach besucht, pushten die zahlreichen Zuschauer den 25-jährigen zum Sieg über den Russen Alexey Liventsov. Fegerl steht nach dem 4:1 (8,-8,10,10,6) erstmals im Einzel-Viertelfinale einer Europameisterschaft. Um das mögliche Halbfinale wartet heute ab 20 Uhr ein ganz großer der internationalen Tischtennis-Szene, der als Nummer zwei gesetzte Weißrusse Vladimir Samsonov, Europameister der Jahre 1998, 2003 und 2005.

"Das ist ein Wahnsinnsgefühl! Erstmals in einem EM-Viertelfinale, und das noch dazu vor eigenem Publikum. Ich hoffe, ich kann den Schwung in das Spiel gegen Samsonov mitnehmen.", freute sich Fegerl. Den Schlüssel zu seiner ausgezeichneten Verfassung sah er in seinem Erstrundenspiel gegen den Serben Jevtovic: "In der ersten Runde bin ich 0:2 zurückgelegen und habe noch 4:2 gewonnen. Das hat mir unglaubliches Selbstvertrauen gegeben."

Seine Kämpferqualitäten waren auch heute ausschlaggebend. Satz vier konnte er nach 0:7- bzw. 8:10-Rückstand noch holen, damit war der Widerstand des Russen gebrochen.

WSA-Trainer Richard Prause, nach Absprache mit Nationaltrainer Jarek Kolodziejczyk diesmal auf der Betreuerbank: "Stefan war richtig gut! Er hat sich in den letzten 1-2 Jahren sehr gut entwickelt. Voriges Jahr in Dänemark konnte er Michael Maze ausschalten, hat dann aber vergessen konsequent weiterzuspielen. Das passiert ihm jetzt nicht mehr." Das Spiel gegen den Russen analysierte er wie folgt: "Beide Spieler hatten den Viertelfinal-Traum, Fegerl hat aber mutiger gespielt und verdient gewonnen."

Als wahrer Marathonmann erwies sich Gardos-Bezwinger Panagiotis Gionis. Ging es gestern gegen den Österreicher schon über die volle Distanz, konnte er sich nach heute gegen den Russen Skachkov ebenfalls erst nach sieben Sätzen durchsetzen.


Achtelfinale:
Stefan Fegerl - Alexey Liventsov (RUS)   4:1 (8,-8,10,10,6)

 


Herren-Einzel

12.10.2013 15:59

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