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Tischtennis in Österreich Gemeinsam – Professionell - Zukunftsorientiert

Der Beginn eines neuen Jahres bietet die Gelegenheit, sowohl einen Rückblick auf das vergangene Jahr als auch einen klaren Ausblick auf die Zukunft der Jahre 2026/2027 mit 4 zentralen Handlungsfeldern zu geben. Ziel ist es, die Weiterentwicklung des österreichischen Tischtennissport strategisch, innovativ und gemeinsam zu gestalten.

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Sportlich gesehen lief es 2025 sehr gut. Herausragend war natürlich der Vizewelt-meistertitel von Sofia Polcanova im Damen-Doppel in Doha und dass sich der ÖTTV mit beiden Teams für die WM in London qualifizieren konnte.

Im Nachwuchs gab es ebenfalls viele herausragende Erfolge wie z.B. EYOF-Gold und Bronze durch Nina Skerbinz, die U15-EM-Silber-Medaille im Doppel von Louis Fegerl und die U19-EM-Bronze-Medaille im Doppel von Julian Rzihauschek.

Aber auch abseits des Leistungssports konnten im „Sport für Alle“ Erfolge eingefahren werden. Wir durften uns über Parkinson-WM-Gold durch Agnes Jan oder Gold bei den Transplant Games von Stefanie Krenmayer ebenso freuen wie über EM-Gold bei den Senioren durch Ding Yi (+65) und Gertrud Mikyska (+85).

Finanziell ist es uns gelungen den Verband wieder in den grünen Bereich zu führen. Wir haben

  • durch Restrukturierungsmaßnahmen unsere Schulden konsequent abgebaut
  • das 2021 beschlossene Sanierungskonzept Jahre weit früher erfüllt
  • seit 2024 eine positive Eigenkapitalquote und
  • trotz der Sparmaßnahmen der Bundesregierung das Sportbudget nicht gekürzt und 75 % des gesamten Budgets fließen in den Sport

Trotz der guten Nachrichten aus den sportlichen und finanziellen Bereichen fehlt uns aber noch immer der innere Zusammenhalt im Verband. Es ist uns in den vergangenen Monaten nicht gelungen, einen nachhaltigen Frieden herzustellen.

Um die Zukunft erfolgreich zu gestalten, bedarf es daher einer offenen, faktenbasierten Aufarbeitung der Vergangenheit sowie klarer gemeinsamer Werte und Strukturen. Dabei soll uns ein breit aufgestelltes Mediationsverfahren helfen.

Inhaltlich soll der Fokus in den kommenden Jahren auf neuen Ideen, professionellen Veranstaltungsformaten, einer nachhaltigen Entwicklung des Spitzensports, einer noch stärkeren Nachwuchsförderung sowie einem gezielt gestalteten Generationenwechsel in den Nationalmannschaften liegen.

Tischtennis soll in der Öffentlichkeit deutlich stärker als attraktiver, moderner und gesundheitsfördernder Sport wahrgenommen werden. Insbesondere für Kinder, Jugendliche und Senior:innen wird Tischtennis zu einer idealen Aktivität, die man ein Leben lang ausüben kann – vom Kindesalter bis ins hohe Seniorenalter. Kaum eine andere Sportart wird so alters- und kulturübergreifend gespielt wie Tischtennis. In vielen Vereinen trainieren 10-jährige neben 80-jährigen, was einen einzigartigen intergenerationellen Austausch fördert.

Andere Sportarten wie Fußball, Tennis oder Skifahren sind in der öffentlichen Wahrnehmung zwar präsenter, jedoch langfristig oft nur eingeschränkt betreibbar. Dieses Alleinstellungsmerkmal gilt es gezielt zu kommunizieren.

Zentrale Handlungsfelder

Für die Jahre 2026/2027 werden vier zentrale Handlungsfelder definiert, die von sämtlichen Verantwortungsebenen hinweg getragen und umgesetzt werden sollen:

1. Innerer Zusammenhalt, interne Kommunikation und gemeinsame Werte

Zur nachhaltigen Stabilisierung des Verbandes ist eine strukturierte und professionelle interne Aufarbeitung der vergangenen Konflikte notwendig. Vorgesehen ist die Durchführung eines extern begleiteten Mediationsverfahren unter neutraler Leitung.

Weiters sollen die Funktionär:innen der ÖTTV-Vereine, die Dank ihrer Energie und ihres unermüdlichen Einsatzes einen enorm wichtigen Beitrag für die Funktionalität und Wahrnehmung des ÖTTV leisten, durch einen österreichweiten Diskussions- und Informationsprozess eingebunden werden.

Vordergründig geht es um eine ehrliche Wertschätzung ihrer Leistungen und Meinungen, es gilt Anliegen eine persönliche Plattform zu bieten und Informationen seitens des ÖTTV aus erster Hand zu übermitteln.

2. Leistungs- und Spitzensport

Im Bereich Leistungs- und Spitzensport liegt der Schwerpunkt auf einem strategisch geplanten Generationswechsel in den Nationalmannschaften der Damen und Herren.

Aus diesem Grund sollen die besten Nachwuchsspieler:innen gezielt an die Spitze der Allgemeinen Klasse herangeführt werden. Das ÖTTV-Förderprojekt Olympia 2032 soll diese langfristige Perspektive zusätzlich finanziell unterstützen.

Ebenfalls geht es um die Erstellung eines jährlichen Gesamtsportkonzeptes mit Festlegung klarer, messbarer Zielsetzungen, inklusive Turnierplanung, Trainings-struktur und Finanzplanung sowohl für die Allgemeine Klasse als auch für den Nachwuchs.

Unverzichtbar ist auch die nachhaltige Stärkung der Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Nachwuchsspier:innen, Eltern, Betreuer:innen sowie ÖTTV-Trainer:innen und verantwortlichen Funktionär:innen zur Sicherstellung einer ganzheitlichen und abgestimmten Entwicklungsförderung.

3. Breitensport und öffentliche Wahrnehmung

Tischtennis soll stärker als gesundheitsfördernder Lebenssport positioniert werden, insbesondere für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen.

Aus diesem Grund soll die öffentliche Kommunikation der gesundheitlichen Effekte des Tischtennissports verstärkt werden.

Ein Schwerpunkt soll der Ausbau und die aktive Unterstützung von Parkinson-Tischtennis in enger Zusammenarbeit mit den Parkinson-Vereinen und Gesundheitsorganisationen sein.

Außerdem soll der Schulsport – unter anderem mit dem Ausbau des Projektes „Ran an die Platte“ – weiter hervorgehoben werden.

Geplant ist auch eine benutzerfreundliche österreichische Tischtennislandkarte mit allen Vereinen und privaten Tischtennis-Centern.

4. Visionen und Ideen

Um neue Zielgruppen zu erreichen und die mediale Aufmerksamkeit zu steigern, sollen innovative Veranstaltungs- und Präsentationsformate entwickelt und umgesetzt werden.

Dafür werden wir sowohl mit den Landesverbandsvertreter:innen als auch mit den Vereins-vertreter:innen in eigenen Diskussionsformaten um ihre Ideen bitten.

Ziel ist es, die besten Vorschläge weiterzuentwickeln, damit fundierte Entscheidungs-grundlagen für die Weiterverfolgung dieser Ideen vorliegen um die notwendigen Entscheidungen treffen zu können.

Neue Ideen könnten sein:

  • Jährliche Durchführung von WTT-Turnieren in Österreich
  • Jährliche Durchführung von internationalen Parkinson-Turnieren in Österreich
  • Entwicklung und Durchführung eines internationalen Street-Table-Tennis-Events
  • Zeitliche Zusammenlegung aller österreichischen Meisterschaften nach dem Vorbild der DTTB-Finals zu einem Mega-Event
  • Ausbau des Formates „Österreich sucht den/die beste/n Hobbyspieler:in“

Ich hoffe, dass ich nun einen ersten Überblick über die Überlegungen für einen gemeinsamen, konstruktiven und professionellen Weg des österreichischen Tischtennis-sport für die nächsten Jahre geben konnte.

Der Erfolg wird maßgeblich davon abhängen, ob es gelingt, Vertrauen herzustellen, Verantwortung klar zu definieren und Innovationen als gemeinsames Ziel zu verstehen.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Gotschke
ÖTTV-Präsident

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