Gefordert, aber gut am Weg
Champions-League-Sieger Stefan Fegerl weiß seit zwei Jahrzehnten ganz genau, was sich auf und rund um die Platte alles abspielt. Der zweifache Europameister ist in einer Doppel-Rolle auch nach der aktiven Karriere ein wesentlicher Faktor und Schlüsselspieler im heimischen Tischtennis.

Stefan, du hast nach den Olympischen Spielen in Tokio deinen Rücktritt erklärt, übst seit vergangenem April neben der Funktion als Vize-Präsident auch den Job des Sportdirektors aus. Wie sieht deine erste Zwischenbilanz aus?
„Wir wollen aktiv Werbung für unseren Sport machen und noch mehr Aufmerksamkeit erregen, sei es durch sportliche Erfolge oder Bühnen, die wir bewusst bespielen. Wir haben uns als Verband zum Ziel gesetzt jährlich ein absolutes Top-Event in Österreich zu haben. Heuer wird das die 100-Jahr-Feier des ÖTTV im kommenden November sein, 2024 dürfen wir uns dann in Linz als Veranstalter und Gastgeber der Europameisterschaft beweisen. Das ist ein toller Ausblick, der aber natürlich auch einige Herausforderungen mit sich bringt. Die Vorbereitungen laufen da wie dort auf Hochtouren, wir sind gefordert, aber gut am Weg.“
Was stellt die größte Challenge dar, was nimmt dich gegenwärtig am meisten in Anspruch?
„Die Finanzierung für die Europameisterschaft zur Gänze sicher zu stellen ist der Prozess, der mich aktuell sicher am meisten beschäftigt. So weit passt alles, aber richtig ruhig schlafe ich erst wieder, wenn sämtliche Sponsoren- und Förderverträge unter Dach und Fach sind (lacht).“
Was erhoffst du dir von der Heim-Europameisterschaft in der TipsArena, wie lauten die konkreten Ziele?
„Es wäre natürlich fantastisch, wenn wir an die grandiosen Titelkämpfe im Vorjahr in München sportlich anschließen könnten. Das wird alles andere als einfach, aber mit dem Heimvorteil und einem vollen Haus sollte nichts unmöglich sein. Zudem wollen wir als Gastgeber in allerbester Erinnerung bleiben und mit der Veranstaltung Werbung für unseren Sport machen. Wir wollen speziell die Jugend ansprechen und motivieren, zum Tischtennis-Schläger zu greifen. Es ist wichtig, dass was nachkommt, um für die Zukunft noch breiter aufgestellt zu sein.“
Was fällt dir spontan zum bevorstehenden Hunderter des ÖTTV ein?
„Viele prägende Momente und tolle Visionen, die wir mit vielen Größen aus dem Sport, der Wirtschaft, Politik und Unterhaltung im Rahmen einer Gala in Wien feiern und hoffentlich in vollen Zügen auskosten werden. Hundert Jahre sind alles, nur keine Selbstverständlichkeit. Wir wollen den dafür geeigneten Rahmen schaffen und freuen uns schon sehr auf den 17. November.“



