Großer Sport
Andreas Levenko feiert seinen ersten WTT-Turniersieg, das ÖTTV-Damen-Team löst das EM-Ticket, Stefanie Krenmayer gewinnt Parkinson-WM-Gold, das Wiener Neustädter Herren-Team entscheidet das win2day Bundesliga-Finale für sich.

Meilenstein für Levenko
Ein Jubelschrei voller Inbrunst – mit geballten Fäusten feierte Andreas Levenko die große Sensation, nämlich seinen ersten WTT-Turniersieg beim Feeder in Antalya/Türkei. Wie im Halbfinale gegen Amir Hodaiei (Iran/14) drehte der frischgebackene Staatsmeister auch im Endspiel gegen den Belgier Adrien Rassenfosse einen 0:1-Rückstand in ein 3:1 und fixierte damit den größten Erfolg seiner bisherigen Laufbahn.
Stark präsentierte sich auch Sofia Polcanova beim WTT Star Contender von Bangkok/Thailand: Die Europameisterin bejubelte einerseits den Achtelfinaleinzug durch das 3:1 über Piccolin (It), landete dazu im Mixed mit Robert Gardos und im Doppel mit Bernadette Szócs nach knappen 2:3-Viertelfinal-Niederlagen jeweils auf Platz fünf. Kurz darauf löste die Europameisterin mit dem ÖTTV-Team nach einem 3:0 gegen Belgien und einem 3:1 gegen Wales im EM-Play-Off in Osijek/Kroatien als Gruppensieger den Einzug in die EM-Endrunde Mitte September in Malmö/Schweden. Die 28-Jährige, die zuvor Linz AG Froschberg auch ins Damen-Bundesliga-Finale gegen NanoTech Villach hieven hatte können, glänzte mit drei, Amelie Solja mit zwei und Liu Jia als Joker mit einem Einzel-Erfolg. Letztere verkündete, dass sie nach einem Jahr Pause wieder ins Klubgeschehen eingreifen wird. Die Ex-Europameisterin schlägt ab September für den französischen Topklub St. Denis auf, um sich ideal auf Olympia 2024 vorbereiten zu können.
Mit WM-Gold im Gepäck kehrte Stefanie Krenmayer von der WM der Transplantierten aus Perth/Australien zurück. Die Eberstalzellerin (OÖ), die zuvor zur ÖTTV-BehindertensportlerIn des Jahres gekürt wurde, holte nach EM-Gold im Vorjahr nun auch ihren ersten Welttitel. Beim Weg aufs oberste Podest war die Sonderschulpädagogin, die an der unheilbaren Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose leidet und 2017 eine Spenderlunge im AKH in Wien transplantiert bekam, sogar ohne Satzverlust geblieben.
win2day-Bundesliga-Finale: Hochklassiges Gipfeltreffen
SolexConsult Wiener Neustadt belohnte sich in einem dramatischen Bundesliga-Finale nach einer spektakulären Aufholjagd mit dem Herren-Mannschaftsmeistertitel. Der amtierende Cupsieger lag in der Neuauflage des Vorjahres-Endspiels gegen Titelverteidiger Felbermayr Wels bereits mit 1:3 zurück, schaffte noch den Ausgleich. Bei einem Gleichstand von 12:12 Sätzen entschied das Punkteverhältnis von 219:201 zu Gunsten der Niederösterreicher, die damit über ihren zweiten Meistertitel nach 2021 jubelten.



