Dramatik nur im ersten Spiel
Das BG/BRG Pichelmayergasse war Gastgeber des Finales der vier besten Wiener Schulteams im Tischtennis. Im Bewerb C der Mädchen ging es um die Tickets für das Bundesfinale, das im März in der Wiener Stadthalle stattfindet. Anders als in der Vorrunde kam nur kurz Spannung auf.
Am 19. Jänner kam es zum mit Spannung erwarteten Finale der vier besten Wiener Schulmannschaften im Mädchen-Tischtennis. In der zuvor – ebenfalls in der Favoritener Schule – ausgetragenen Vorrunde qualifizierten sich die Teams des BG/BRG Pichelmayergasse, der AHS De La Salle, der MS 2 Sperlgasse sowie dem BRG1 Schottenbastei für die letzte Hürde am Weg ins österreichweite Finale. Insidern war bereits vor Turnierbeginn klar, dass der Sieg bei normalem Spielverlauf über die drei erstgenannten führt.
TAKTIK GEHT NICHT AUF
„Es tut mir so leid für die Mädchen“, entschuldigt sich Betreuer Michael Zottl. In der Hoffnung, eine schnelle und frühzeitige Entscheidung herbeizuführen, ließ er sein Team sofort gegen die vermeintlich stärksten Konkurrentinnen antreten. „Damit habe ich Sarah, Sophie und Vicky unnötigen Stress bereitet“, so der Pädagoge der Pichelmayergasse weiter. Während „seine Mädels“ mit ihrer Ballsicherheit kämpften und an den Schlägen feilten, spielten ihre Gegnerinnen von De La Salle unbekümmert, befreit und fehlerlos ab dem ersten Punkt.
Unbeeindruckt von der Niederlage in der Vorrunde zogen die Strebersdorferinnen Punkt für Punkt auf ihre Seite und erspielten sich eine komfortable Führung. Mit Fortdauer des Spiels schwang das Pendel zurück zu den Gastgeberinnen. Mit großem Kampfgeist erarbeiteten sie sich den 3:3-Ausgleich. Die Wende lag in der Luft. Doch am Ende siegte De La Salle – auch mit der notwendigen Unterstützung von Fortuna. Mehrere Netzroller und ein äußerst umkämpfter Satz, der erst nach 20:18 zu Ende war, brachte letztlich den hauchdünnen und wichtigen 5:4-Erfolg. Eine gelungene Revanche und ein perfekter Einstieg ins Turnier, wie sich noch herausstellen sollte.
In der Parallelpartie setzte sich die Sperlgasse, ebenfalls zum Favoritenkreis zählend, klar mit 5:0 gegen die tapfer kämpfenden Mädchen der Schottenbastei durch.
IM GLEICHSCHRITT INS FINALE
Beflügelt vom Sieg gegen die Pichelmayergasse präsentierten sich die Mädchen von De La Salle im zweiten Spiel unantastbar und entschieden das Duell gegen die Sperlgasse überraschend deutlich mit 5:1 für sich.
Im Parallelspiel gewann die Pichelmayergasse ebenso souverän (5:0) gegen das Team der Schottenbastei und war damit wieder im Titelrennen.
In der entscheidenden und letzten Runde zeigten die favorisierten Schulen nochmals ihr ganzes Können. Die Gastgeberinnen fegten die Sperlgasse ebenso deutlich von der Platte wie De La Salle die Schottenbastei. Beide Partien endeten mit 5:0. Mit drei Siegen blieb De La Salle an diesem Nachmittag als einziges Team makellos und gewann vor der Pichelmayergasse. Die Sperlgasse und Schottenbastei landeten auf den weiteren Plätzen.
Großer Freude wich – auf Seiten der Pichelmayergasse – jedoch sehr schnell die Ernüchterung. Zeitgleich mit dem Bundesfinale von 24. bis 26. März in der Wiener Stadthalle findet ein Skikurs statt, bei dem Teilnahmeverpflichtung besteht. Somit können Sarah, Sophie und Vicky ihre Schule nicht bei den Schul Olympics Tischtennis vertreten und machen ihren sportlich errungenen Platz für die Sperlgasse frei, die als Drittplatzierte nachrückt.
Auf alle Fälle dabei sein wird Landesreferent Zottl, der die Veranstaltung organisiert.































